Volumenwerk

Hilfe und erste Schritte

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Volumenwerk ist ein 3D-Konstruktionsprogramm für Bastler, Modellbauer und den 3D-Druck. Es läuft komplett im Browser — nichts wird hochgeladen, alles bleibt auf Ihrem Rechner. Gerechnet wird in Millimetern, und Z zeigt nach oben, genau wie im Slicer.

Lieber zusehen als lesen? Neun Bildfolgen, jedes Bild mit Erklärung darunter — alle auf einer Seite:

Das Wichtigste zuerst: Ihr Projekt ist keine starre Datei, sondern eine Bauhistorie. Jeder Quader, jede Bohrung, jede Rundung bleibt nachträglich änderbar — über das ✎ in der Objektliste. Deshalb lohnt es sich, Maße einzugeben statt „ungefähr hinzuziehen".

Erstes Teil in fünf Minuten

Eine Platte mit einer Bohrung und gebrochenen Kanten — damit haben Sie jeden Arbeitsschritt einmal gesehen:

  1. Erstellen → Quader. Zuerst fragt Volumenwerk, worauf der Körper stehen soll: Klicken Sie auf die blaue Grundebene am Ursprung. Dann kommen die Maße — tippen Sie sie ein oder ziehen Sie an den Pfeilen am Körper. OK.
  2. Erstellen → Zylinder. Klicken Sie diesmal auf die Oberseite des Quaders statt auf eine Grundebene — der Zylinder sitzt dann bündig darauf. Durchmesser und Höhe eingeben, OK.
  3. Kombinieren. Erst den Quader anklicken (das ist das Ziel), dann den Zylinder (das Werkzeug), Vorgang Ausschneiden, OK — fertig ist die Bohrung.
  4. Ändern → Kanten fasen/runden. Eine Kante im Modell anklicken, Abrunden mit 2 mm, OK.
  5. Datei → Als STL exportieren. Das ist die Datei für den Slicer.

Etwas schiefgegangen? Strg+Z nimmt jeden Schritt zurück, Esc bricht einen laufenden Vorgang ab.

Maus

TasteWirkung
Links, KlickWählt eine Fläche aus.
Links, ZiehenSpannt einen Auswahlrahmen auf (siehe unten).
Strg + LinksWählt den ganzen Körper; nochmal geklickt nimmt ihn wieder heraus. Genauso wirkt ein Klick in der Objektliste links.
Mitte, ZiehenAnsicht drehen.
Rechts, ZiehenAnsicht verschieben.
Rechts, KlickKontextmenü mit allem, was auf die Auswahl anwendbar ist.
MausradZoomen.

Wer das Drehen lieber auf der linken Taste hätte, stellt es unter Datei → Einstellungen → Linke Maustaste um.

Der Auswahlrahmen kennt zwei Richtungen

Das ist in CAD-Programmen üblich und sehr praktisch, sobald etwas über den Bildrand hinausragt:

Shift nimmt zur bestehenden Auswahl dazu, Alt nimmt heraus — in beiden Richtungen.

Ansichtswürfel oben rechts

Klicken rastet auf eine gerade Ansicht ein (Fläche, Kante oder Ecke), Ziehen dreht die Ansicht frei. Das Häuschen führt zur Ausgangsansicht zurück.

Tasten

TasteWirkung
MVerschieben/Kopieren der Auswahl
EntfAuswahl löschen
Strg+C / Strg+VKopieren und Einfügen (die Kopie liegt zunächst auf dem Original)
Strg+Z / Strg+YRückgängig / Wiederholen
Strg+SSpeichern (Strg+Shift+S = Speichern unter)
EscLaufenden Vorgang abbrechen

Zeichnen

Über Zeichnung → Zeichnung erstellen kommen Sie in den Zeicheneditor. Die Ansicht steht dort bewusst fest in der Draufsicht — sonst zeichnete man in einer verdrehten Ebene. Verschieben und Zoomen bleiben erlaubt.

BedienungWirkung
KlickSetzt einen Knoten; ein Klick auf den Startpunkt schließt die Kontur.
RechtsklickBeim Zeichnen: abschließen, weiterzeichnen, verwerfen — oder als offenen Pfad beenden (das ist die Leitkurve für eine Leitung).
DoppelklickFügt auf einer Linie oder Kurve einen Knoten ein.
Rechtsklick auf KnotenLinie ⇄ Kurve, Knotentyp spitz / glatt / symmetrisch.
Klick auf eine FormWählt das ganze Objekt (Löcher gehören dazu — ein „A" bleibt ein „A").
Ziehen im LeerenAuswahlrechteck; Shift nimmt dazu bzw. weg.
MVerschiebt die gewählten Formen.
EntfLöscht die gewählten Formen, sonst einzelne Knoten.
EnterZeichnung speichern — dasselbe wie der grüne Schalter oben rechts.
EscBricht stufenweise ab: erst den Vorgang, dann die Auswahl, dann den Editor (mit Rückfrage).

Die Palette rechts neben der Objektliste bringt fertige Formen: Rechteck, Kreis, Polygon und Text. Rechteck und Kreis bleiben parametrisch — wenn Sie sie später anwählen, erscheint wieder ihr Maß-Overlay. Mit dem ⊕-Schalter lassen sich zwei Formen verrechnen (vereinigen, ausschneiden, überschneiden); ausschneiden erzeugt echte Löcher.

Von der Zeichnung zum Körper

Eine Zeichnung ist selbst noch kein Körper — sie ist die Vorlage, aus der mehrere entstehen können. Das sind die Wege:

Extrusion (Erstellen → Extrusion): Die Kontur bekommt eine Höhe. Der häufigste Fall — Grundplatten, Halter, Schilder. Drehen (Generieren → Drehen): Ein halbes Profil rotiert um eine Achse. So entstehen Vasen, Knöpfe, Räder. Zeichnen Sie das, was man beim Durchschneiden sähe. Als Achse können Sie eine Weltachse, eine gezeichnete Hilfslinie oder direkt eine Kante eines vorhandenen Körpers anklicken. Leitung (Generieren → Leitung): Ein Profil wandert einen offenen Pfad entlang — Rohre, Griffe, Kabelkanäle. Erhebung (Generieren → Erhebung): Eine Haut über mehrere Querschnitte in verschiedenen Höhen. Für Tragflächen gibt es dazu einen eigenen Assistenten.

Alle vier merken sich ihre Quelle: Über das ✎ in der Objektliste können Sie Profil, Achse oder Höhe später ändern.

Weiche Formen: Freiform

Erstellen → Freiform legt einen Kasten an, den Sie wie Knetmasse verformen. Über Rechtsklick → Form bearbeiten erscheinen weiße Knetpunkte auf der Oberfläche:

Je höher die Glättung im Parameterdialog, desto weicher die Form — und desto mehr Dreiecke. Stufe 2 bis 3 ist meist ein guter Kompromiss.

Für den 3D-Druck

Passungen: Verdicken und Verdünnen

Der Klassiker aus der Praxis: Nach dem Druck ist der Zapfen zu dick oder das Loch zu eng. Ändern → Verdicken/Verdünnen ändert das fertige Teil gleichmäßig — negative Werte verdünnen, positive verdicken. −0,2 mm ist ein bewährter Startwert; Schnellwahl-Knöpfe stehen im Dialog.

Die Rechnung kann bei verschachtelten Körpern einige Sekunden dauern, deshalb startet sie erst auf Knopfdruck und läuft im Hintergrund — Sie können sie jederzeit abbrechen.

Zu dünne Wände finden

Prüfen → Minimale Dicke markiert rot, wo das Teil dünner ist als der eingestellte Wert. Unter etwa 0,8 mm wird es mit einer 0,4-mm-Düse unzuverlässig.

Aushöhlen

Generieren → Schale macht aus einem vollen Körper eine Wanne. Wählen Sie vorher die Fläche an, die offen bleiben soll — sonst weiß das Werkzeug nicht, wo der Deckel wegfällt.

Exportieren

Datei → Als STL exportieren schreibt die ausgewählten Körper in eine Datei; ist nichts ausgewählt, kommt alles Sichtbare hinein. Im Dialog lässt sich die Verfeinerung hochsetzen — dann werden Rundungen für den Export feiner gerechnet, ohne dass die Anzeige langsamer wird.

Speichern und Sichern

Verlassen Sie sich nicht allein auf die automatische Sicherung. Manche Browser sind so eingestellt, dass sie beim Beenden alle Webseitendaten löschen — dann ist auch die automatische Sicherung weg. Wirklich sicher ist nur eine gespeicherte Datei.

Übrigens: Die automatische Sicherung merkt sich beim Schließen zusätzlich die fertig gerechneten Netze. Aufwendige Modelle sind dadurch beim nächsten Start sofort da, statt neu berechnet zu werden.

Wenn etwas nicht klappt

Etwas gefunden, das nicht stimmt? Datei → Problem melden legt eine Datei an, in der schon alles Nötige steckt: Programmversion, Browser und Grafikkarte, die letzten Fehlermeldungen und Ihr aktuelles Projekt. Diese Datei weitergeben — damit lässt sich der Fehler nachstellen, statt ihn zu erraten. Es wird nichts von selbst verschickt.

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